Tipps und Tricks

Neu in der Szene ? Was verbirgt sich hinter den Turniermodi?

Chapeau
die einfachste und unkomplizierteste aller Spielformen – gut geeignet für ein Vereinsfest, An- und Abboulen.
Man benötigt ein paar Zettel oder eine Tafel : Es tragen sich Einzelspieler ein, wenn 8 beisammen sind, werden durch Losen 4 Teams ermittelt. Danach, welche Teams in der 1. Runde gegeneinander spielen. In der 2. Runde spielen die Gewinner gegeneinander, die Verlierer können sich für den nächsten Chapeau eintragen. Meist wird um ein kleines Startgeld gespielt, z.B. 1 € pro Chapeau. Man kann von diesem Startgeld auch kleine Gewinne finanzieren.
Supermêlée
In jeder Runde werden neue Partner gelost.
Meist wird Doublette gespielt (zwei gegen zwei).
Geht das nicht auf wird (bei ungerader Anzahl der Spieler) ein Triplette (Dreierteam) gebildet.
Dies spielt dann (überhängend) gegen ein Doublette.
Mêlée
Zu Beginn des Turniers werden zwei Partner zusammen gelost, die das gesamte Turnier miteinander spielen (selten)
Doublettes formées
Es können nur Zweierteams starten. Abkürzung: 2:2
Überhängende Teams bekommen ein Freilos, das mit 13:7 gewertet wird.
Triplettes formées
Es können nur Dreierteams starten. Abkürzung: 3:3
Überhängende Teams bekommen ein Freilos, das mit 13:7 gewertet wird.

ABCD KO, Poules Schweizer System, …

Bei einem Turnier im ABCD oder ACBD-KO-Modus
wird ein Siegerteam ermittelt, indem nach zwei Spielen durch eine Cadrage das Teilnehmerfeld so reduziert wird, dass man je nach Teilnehmerzahl 32tel/16tel…bis zum Finale Spielen kann.
Wer bei frei gelosten Spielen beide Vorrunden gewinnt, spielt das A-Turnier. Wer die erste Partie gewinnt und die zweite verliert, spielt in B, wer die erste verliert und die zweite gewinnt, spielt in C, demzufolge spielt in D, wer beide Vorrunden verliert. (A C B D)
Bei der Cadrage fangen die KO-Spiele an.
Sie dient dazu, das Teilnehmerfeld so zu reduzieren, dass man die Finalrunden beginnen kann, rechnerisch benötigt man ein Zweierpotenz – 8/16/32/64/128 Teams.

Beispiel: 53 Teams – die nächste Zweierpotenz wäre 32, man beginnt also mit dem 16tel Finale. Um auf 32 Teams zu kommen, müssen 21 Teams raus, man lost 42 Teams aus, die die Cadrage spielen. Die übrigen haben ein Freilos und sind automatisch in A,B,C oder D.

Vorrunden können Poulesähnlich gespielt werden. Hierfür werden je 4 Teams auf zwei benachbarte Plätze gelost. In der zweiten Partie spielen Gewinner gegen Gewinner und Verlierer gegen Verlierer der ersten Runde.

In echten Poules spielen die Teams, die je einmal gewonnen und verloren haben, ein dritte Spiel, die Barrage. Sie wird weggelassen, wenn man ABCD spielt, und durchgeführt, wenn man wegen kleiner Teilnehmerzahl nur mit AB weitermachen will.
Poules werden bei den Deutschen Meisterschaften, und z.B. auch auf großen Turnieren in Frankreich, wie dem Nationale gespielt. Wer zwei mal verloren hat, ist raus.

Beim Schweizer System
wird kein Sieger, sondern eine Rangliste ermittelt. Alle Teams spielen die gleiche Anzahl Runden.
Die erste Runde wird frei gelost, danach spielt das führende Team gegen den jeweils best plazierten Gegner, gegen den er noch nicht gespielt hat. Es wird niemals zweimal gegen den selben Gegner gespielt.

Auf diese Weise treffen jeweils ähnlich starke Teams aufeinander.
Durch die Vergabe von Buchholzpunkten, die man für Siege erhält, sowie Feinbuchholzpunkten (Summe der Buchholzpunkte der Gegner) entsteht über die Runden hinweg ein genaues Ranking.